Forum Sucht, 20.07.2011 Stuttgart
Zweites Forum Sucht der Landesstelle für Suchtfragen
Wandel und Umbruch - Entwicklung der medizinischen Sucht-Rehabilitation
Zum zweiten Mal veranstaltete die Landesstelle für Suchtfragen das Forum Sucht in Baden-Württemberg. Diesmal widmete sich das Forum dem Thema Rehabilitation. Die Sucht-Reha befindet sich im Umbruch - das erleben sowohl die Rehaeinrichtungen, die Patientinnen und Patienten und auch die Kostenträger, die Rentenversicherungen. Der Rehabedarf wächst, nicht zuletzt durch die steigende Lebensarbeitszeit und den wachsenden Arbeitskräftemangel. Der Erhalt und die Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit sind wichtige soziale Herausforderungen für die Zukunft unserer Gesellschaft. Gleichzeitig schienen aber die Rahmenbedingungen nicht mehr zu stimmen: die knappen Budgets zwingen zu Einsparungen, die dem Rehabedarf Suchtkranker immer weniger gerecht werden. Diese Entwicklung ist von Experten beim Forum Sucht diskutiert worden.
Die Veranstaltung war eine Einladungstagung und gestaltete sich als interdisziplinärer Fachdialog. Der Vorsitzende der Landesstelle, Hansjörg Böhringer, begrüßte Vertreter der Rentenversicherung, des Sozial- und Justizministeriums sowie die Fachkräfte aus den Suchtberatungsstellen und Fachkliniken. Nach den Fachvorträgen (siehe Programm) wurde an sechs Thementischen unter fachlicher Moderation sehr engagiert diskutiert:
- Entwicklung in der stationären Drogen-Reha
- Rahmenbedingungen der ambulanten Reha
- Sucht-Reha und Strafvollzug
- Entwicklung der Nachsorge als Teil der Sucht-Reha
- Sucht-Reha und Langzeitarbeitslosigkeit
- Sucht-Reha und Substitution
Der Fachdialog wurde abgerundet mit einem Zwiegespräch zwischen Herrn Direktor Seiter von der DRV Ba-Wü und Herrn Dr. Koch vom BUSS (GF). Die beiden Experten begnügten sich nicht mit bekannten Stellungnahmen und Forderungen ihrer jeweiligen Institutionen, sondern wurden konkret. So forderten sie z.B. dass es nicht genüge, gescheiterte Reha-Verläufe zu dokumentieren, sondern dass man besonders diese Verläufe unter die Lupe nehmen müsse, um herauszufinden, welche Unterstützungen entwickelt werden müssen und welche Hilfen nicht angemessen sind. Beide versprachen darüber hinaus, sich auch in die Pflicht nehmen zu lassen, wenn es darum geht, schwierige Prozesse weiter voranzubringen.
So verstehen wir das Forum Sucht als einen Auftakt, den Fachdialog auf der operativen Ebene weiter zu führen und durch Forschung und Praxismodelle auch neue Wege in der Sucht-Reha auszuprobieren.
Ein herzliches Dankeschön an alle Mitwirkenden des Forums, den Referenten/innen, der Tagesmoderation und den Moderatoren/innen der Thementische und nicht zuletzt den Teilnehmern, die mit ihrem Engagement einen wichtigen Beitrag zum weiteren Arbeiten mit dem Thema geleistet haben.
Begrüßung durch Hansjörg Böhringer
Vortrag Thomas Bader
Kurzberichte der Thementische
Impressionen

- Grußwort Dr. von Ascheraden, LÄK

- Blick in den Saal

- Thomas Bader beim Vortrag

- Dr. Küfner bei der Auswahl der Präsentation

- Diskussionstisch Drogen-Reha

- Diskussionstisch Reha und JVA (1)

- Diskussionstisch Reha und Langzeitarbeitslosigkeit

- Diskussionstisch Reha und JVA (2)

- Diskussionstisch Substitution (1)

- Diskussionstisch Substitution (2)

- Diskussionstisch Nachsorge

- Diskussionstisch Ambulante Reha (1)

- Diskussionstisch Ambulante Reha (2)

- Moderation: Hans Joachim Abstein

- Dialog: Direktor Seiter, DRV BW und Dr. Koch, GF des BUSS (1)

- Dialog: Direktor Seiter, DRV BW und Dr. Koch, GF des BUSS (2)

- Im "Hintergrund": Christa Niemeier, Christina Seitz








